knuspriges Knäckebrot, schnell gemacht

Durch unsere nun regelmäßige Zeit in Schweden essen wir mehr Knäckebrot. In Schweden gibt es dies ja in verschiedenen Formen, Größen, Farben. Ich mag am liebsten ganz dünnes Knäckebrot, weil es besonders knusprig ist. Ich habe ein wenig an einem Rezept herumgetüftelt, dieses möchte ich Euch heute gerne vorstellen. Es ist einfach, schnell zu machen und meist hat man alles im Haus. Ihr könnt es auch in kleinere Stücke brechen und es als Cracker zu Wein & Bier anbieten.

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Dünnes, knuspriges Knäckebrot
  • 75g Mehl, Dinkel hell
  • 150 g Vollkornmehl (Roggen/Dinkel)
  • 2 EL Sesamsamen
  • 2 TL Oregano getrocknet
  • 1 TL Salz
  • 40 g Olivenöl
  • 5 Tropfen Sesamöl, wenn vorhanden
  • 120 ml lauwarmes Wasser
  • zum Bestreuen:  Leinsamen, Kümmel, Meersalz, Kräutersalz, Pfeffergewürz …..

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Das Mehl mit Sesamsamen, Oregano und Salz in eine Schüssel geben und vermischen. Nun Olivenöl, Sesamöl und 125 ml lauwarmen Wasser zugeben und vermischen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Das geht sehr gut, weil das Öl den Teig schön geschmeidig macht. In 3-4 Teile teilen. Diese auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche geben, nacheinander ca. 1 mm dünn ausrollen. Jeweils einmal mit Kümmel, Kräutersalz , je nach Geschmack bestreuen und noch einmal mit der Teigrolle kurz etwas einarbeiten. Vorsichtig auf mit Backpapier belegte Bleche verteilen, mit der Gabel etwas einstechen und im vorgeheizten Backofen nacheinander (max 2 Bleche zur Zeit bei ca. 170 °C  etwa 20 Minuten backen.

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Etwas abkühlen und in Stücke brechen. Man kann die Bruchkanten auch vorher schon mit einem Rädchen vorrollen. Wenn das Knäcke vollständig abgekühlt ist, wird es schön knusprig. Luftdicht verschließen.

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Chili sin Carne

an kalten Tagen soll man heizen. Nicht aber die Wohnung sondern sich selbst! Mit einem Chili geht das besonders gut, es steckt voller Proteine und hat wenig Fett. Bei mir ist es Chili Sin Carne:

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  • veganes Sojahack (trocken), alternativ Tofu zerkrümelt
  • 2-3 Zwiebeln
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • Bratöl
  • 1 Chilischote, fein schneiden (oder mehr)
  • Oregano
  • Paprikapulver
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 El getrocknete Tomaten fein gewürfelt
  • 1 Dose Tomaten (stücke)
  • Kidneybohnen gekocht, etwa 500 g
  • Mais, etwa 200-300 g
  • nach Geschmack etwas Kreuzkümmel
  • als Topping: vegane Cremefraiche
  • dazu Taco Chips

Sojahack mit kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Min ziehen lassen, abdecken. In ein Sieb gießen, mit kaltem Wasser spülen, gut abtropfen lassen, etwas ausdrücken.
Zwiebeln, Knoblauch schälen, fein schneiden, mit Oregano, Paprika und dem Sojahack in Bratöl (4 EL) anbraten. Das dauert etwas, je nachdem wie „trocken“das Hack ist, etwas länger. Zwischdurch eventuell noch etwas Öl hinzufügen. Wichtig ist es, nicht zuviel Hitze zu nehmen und es nicht totzurühren, es muss später gebräunt und knusprig sein, sonst schmeckt es später matschig…


In einem großen Topf nun sämtliche Zutaten aufkochen, dann die Hitze reduzieren, so dass es leicht weiter köchelt. Das sollte schon etwa 30 Min sein, kann aber auch länger. Zwischendurch  umrühren, evtl. noch Wasser hinzufügen.
Mit Veganer Creme Fraiche o. ä  & Chili garnieren, dazu essen wir Taco Chips oder Röst-Brot. Nachwürzen mit Chilipulver oder Chilisauce macht Sinn, wenn die anderen weniger scharf essen 🙂

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gesund ins Neue Jahr

…so wie jedes Jahr 🙂

Tatsächlich ist es für mich eigentlich jedes Jahr ein „Vorsatz“.
Allerdings nehme ich es mir immer zum Jahresanfang für 14 Tage (min.) vor. Als Reinigung sozusagen. So wie wir letztes Jahr „14 Tage zuckerfrei“ ausprobiert haben, sind wir auch dieses Jahr gestartet. Dabei achten wir aber auch zusätzlich darauf ganz viel Obst und Gemüse zu essen. Dieses Jahr ist noch dazu gekommen, dass wir unsere Vorräte mal aufbrauchen, unser Vorratskeller und die Schränke sind voll von leckeren Dingen, die wir schon so lange mal zubereiten wollten.
Vor vier Jahren habe ich übrigens „30 Tage vegan“ begonnen und auch weitestgehend dabei geblieben…. Nun aber ein paar gesunde Impressionen:

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Ingwer/Kurkuma/Bergamotteschale aufgekocht, mit einem Schuss Apfelsaft, kalt oder warm trinken, Tee mehrfach aufgießen.

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Guten Morgen-Smoothie (den trinken wir seit Jahren eigentlich jeden Tag), hier mit:
Orange, Birne, Apfel, Babane, Gurke, Petersilie, Ingwer, Kurkuma, Wasser

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Guten Abend-Teller mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Salat & Sauerkraut, super Lecker!

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Zoodles: Eine schnelle Nudelvariante von meiner Frau: Blumemkohl-Bolo mit Nudeln und Gemüsespaghetti halb & halb

ich habe wieder Kekse gebacken: gefüllte Mohnkekse (vegan natürlich)

wie jedes Jahr backe ich zum 1. Advent Kekse, hier eine neu Sorte, die ich zusammengetüftelt habe: Sehr lecker und nicht zu aufwendig, brauchen nur etwas Zeit im Kühlschrank.

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Gefüllte Mohnkekse:

Grundteig:

  • 125 g Butter – weich (Alsan)
  • 120 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Milch (pflanzlich)
  • 280 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • wer mag: Orangen/Zitronenschalenabrieb, Zimt, Anis….

Füllung

  • 200 g Mohn gem.
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 50 g Ahornsirup
  • 30 g Kartoffelmehl
  • 50 ml warme Milch
  • ca. 120 g vom Grundteig

Zubereitung

  1. Butter mit Zucker, Salz, Milch schaumig rühren. Danach Mehl und Backpulver hinzufügen und alles miteinander verkneten. Etwa 120 g vom Grundteig abnehmen, den Rest kalt stellen.
  2. Die Füllung zusammenmixen und den Teil vom Grundteig unterkneten.
  3. Aus dem Mohnteig nun drei Rollen( ca. 3,5 cm Ø x 30 cm), beiseite stellen.
  1. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf bemehlter Fäche dünn ausrollen, es müssen drei Rechtecke, ca. 10 x 30 cm entstehen, das geht gut unter Frischhaltefolie. Jeweils eine Mohnrolle darauf legen, den Teig um die Mohnrolle legen, sodass der Teig diese umschließt. Im Kühlschrank noch einmal fest werden lassen (ca. 1 Stunde).
  2. Die Rollen dann in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit wenig Abstand auf ein Blech mit Backpapier legen.
  3. Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 175°C 15 Minuten backen.  Auf dem Bleck abkühlen lassen, sie sind anfangs noch sehr weich. Aber mega-lecker!DSC03009

Schaut auch gerne meine anderen Keksrezepte an, ich mache sie teilweise jedes Jahr wieder:

 

2. Upcycling/Zero-Waste: Kräuter

was kann man nicht alles mit Kräutern machen… Dieses Jahr habe ich rechtzeitig ordentlich Kräuter gesammelt und getrocknet. Das geht für mich recht einfach, denn wir haben einen Heizungskeller. Einfach verschiedene Kräuter auf Tabletts legen, Kräutersträuße binden und unter die Decke hängen.

Erst habe ich Thymian, Lorbeer, Rosmarin und Pfefferminze einzeln verarbeitet. Rosmarin, Estragon & Thymian gerebelt, Lorbeerblätter in Gläser gefüllt (mit gekauften Blättern gar nicht zu vergleichen). Die Pfefferminze wurden mit dünnen Stielen kurz im Mixer für Tee gehäckselt.

Aus allen Kräutern (nicht die Minze) habe ich mit Meersalz im Thermomix ein sehr leckeres Kräutersalz hergestellt, viel intensiver, als die gekauften Produkte. Mit dem restlichen Salbei bin ich genauso verfahren und habe ein Salbeisalz (toll für Salbeibutter z.B.) hergestellt.

Nächstes Jahr, wenn die Ernte etwas größer ausfällt, muss ich vielleicht gar keine Kräuter mehr zukaufen! Jetzt hätte ich gerne noch das Salz in Pappe statt in Plastik gekauft, aber das lag auch schon im Schrank 🙂

1. Upcycling/Zero-Waste: Gemüsebeutel

ZeroWaste ist leider nicht meine Königsdisziplin; zuviel Gewohnheiten und der alltägliche Verpackungswahn machen mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

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Aber ich bleibe bei manchen Dingen hart und weiß, dass ich dadurch viel Müll eben nicht produziere! So kaufe ich feste Seifen und Haarseifen statt Shampoo oder Duschgel, konsumiere im Allgemeinen weniger und kaufe auf dem Markt plastikfrei ein. Die Papiertüten verwende ich seit langem mehrfach, die Erdbeerschälchen nimmt der Obstbauer von allen Kunden wieder zurück (das ist wirklich super!) und wir nehmen Gläser mit, wenn wir z.B. Artischocken, Oliven usw. einkaufen.

Für das Obst und Gemüse habe ich nun Beutel genäht, ein dünner Baumwollstoff, der als Rest übrig blieb, ist ganz leicht und wiegt dann genauso viel wie eine Papiertüte. Auf dem Markt und im Bioladen haben sie sich schon gut bewährt, selbst der Salat hält sich darin ein paar Tage….

Einfach Stoff zusammen nähen, ein Band/Faden zum Zuziehen einziehen, fertig in 2-3 Minuten! Ich habe verschiedene Größen für z.B. Ingwer, Pilze, Möhren usw. genäht.

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Noch mehr Aronia: Likör von der Aroniabeere

Ich liebe es, Dinge in Alkohol einzulegen. Der Klassiker mittlerweile bei uns ist der Rumtopf. Letzes Jahr haben wir ihn doch tatsächlich im Keller vergessen, so dass wir im Moment Jahrgang 2017 genießen!. Dieses Jahr habe ich ja schon Äpfel eingelegt, nun kommt die Aroniabeere. Leider weiß ich erst in ein paar Wochen vom Geschmack zu berichten, es muss ja ordentlich durchziehen!

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  • 3 Gläser (750 ml), sonst anders aufteilen
  • etwa 600 g Aroniabeeren
  • 225 g RohZucker
  • 1 Vanillestange
  • 1 Schale Zitrone
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1,5 Flaschen Rum
  • 200 ml Aroniasaft

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die Beeren in drei Gläsern aufteilen, die Vanille der Länge nach aufschlitzen und in 6 Stücke schneiden, mit Zitronenschale (mit dem Sparschäler), Saft und je 75 g Zucker in die Gläser geben. Aroniasaft darüber gießen, mit Rum auffüllen. Gläser verschließen und gut schütteln, dass sich der Zucker verteilt und auflöst. An einem dunklen Ort stehen lassen und hin und wieder schütteln. Nach frühestens 8 Wochen öffnen und in Flaschen abfüllen (am besten mit einem Nussbeutel klären), ob sich die Aroniabeeren weiter verwenden lassen, wird sich zeigen!

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ich werde ein Foto anhängen und berichten, wenn es soweit ist….

Nachtrag Nov. 2019: übrigens, der Aronialikör ist sehr gut, je länger er zieht, desto besser! Dieses Jahr haben doch tatsächlich die Vögel fast alles weggenascht und ich werde neuen Likör aus Saft und ein paar Beeren machen müssen….Diese Mal vielleicht mit Orangenschale…

Apfelernte Teil 4: Apfel trifft Aronia

Aroniabeeren sind schon etwas Besonderes: besonders reich an Vitamin C, aber auch besonders pelzig im Geschmack.  Wir haben dieses Jahr eine reiche Ernte, deshalb sollten nicht nur die Vögel profitieren. Das Tolle ist, dass man sie auch noch im Winter ernten kann, sie bleiben am Strauch und fallen nicht ab. Sie trocknen nur etwas, aber das intensiviert den Geschmack. Ein wenig Frost tut Ihnen übrigens ganz gut! Die Beeren so zu essen ist nicht so meins, aber sie lassen sich toll kombinieren, zum Beispiel mit Apfel

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Apfel-Aroniabeeren-Gelee:

  • etwa 300 g Aroniabeeren
  • 800 g geschnittene Äpfel
  • 300-350 g RohRohrzucker
  • 100 ml roter Saft (ich habe Aronioasaft genommen)
  • 1 gestr. TL  Zitronensäure, oder Zitronensaft, etwas Zitronenabrieb
  • Agar Agar (ich rechne entsprechend für 500 ml Flüssigkeit)

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die Apfelstücke mit den Beeren und dem Saft aufkochen, dann bei geschlossenem Deckel 15 Minuten garen. Durch ein grobes Sieb streichen, das ergibt ein flüssiges Püree (etwa 600-700 ml). Dieses noch einmal mit dem Zucker, der Zitronensäure aufkochen und abschmecken. Das Agar Agar hinzufügen und 2 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann in abgekochte Gläser abfüllen.

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Apfelernte Teil 3: Apfelmus

ich habe ja immer noch Äpfel, einen weiteren Teil habe ich gestern eingekocht, als Mus. Die Gläser halten lange und es schmeckt mir viel besser als diese gekauften Gläser, weil ich das Apfelmus schön würze. Hier verwende ich die ganzen Gewürze und nehme sie später wieder aus dem Topf (dann ist die Farbe auch am schönsten):

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  • Äpfel, 2 Kilo
  • 5 Pimentkörner
  • 1-2 Zimtstangen
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 Sternanis
  • 1-2 Nelken
  • ein Stück Ingwer, geteilt
  • Etwas Orangenschale oder Zitronenabrieb
  • Zucker nach Geschmack

Die Äpfel werden geschält, klein geschnitten und mit einem Schuss Wasser aufgekocht. Die weiteren Zutaten, aber ohne Zucker, unterrühren und den Deckel auflegen. Nun die Hitze reduzieren, dass die Äpfel ganz langsam garen (etwa 30 Min). Zwischendurch mal umrühren. Wenn die Äpfel zerfallen, die Gewürze entnehmen und schön durch pürieren. Nun erst abschmecken und etwas zuckern (ich habe für meine süß-sauren Äpfel etwa 100 g verwendet).

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In sterile oder zumindest abgekochte Gläser füllen, diese min 15-20 auf den Kopf stellen.

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Apfelernte Teil 1: Apfelsaft

letzes Wochenende begann die Apfelernte. Unser Baum trägt die Früchte sehr lange, teilweise bis in den November, bevor sie richtig reif sind. Die Äpfel sind meist eher grün, leicht gerötet und sind perfekt zum Lagern, einkochen, Mosten. Dieses Jahr hat der Baum sein Rekordjahr erlebt, wir haben bisher nur etwa 2/3 geerntet und schon einiges produziert:

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Wir haben mit Apfelsaft angefangen und sämtliche Flaschen zusammengesucht, der Rest kam in den Topf für den Halloweenpunsch (heißer Apfelsaft mit Gewürzen), insgesamt haben wir so etwa 23 Liter Apfelsaft produziert, kurz aufgekocht und in Flaschen abgefüllt, so hält er lange. Die Presse lohnt sich schon, wenn man einen Apfelbaum hat. Die Schreddermühle ist allerdings nicht so sinnvoll, ich häcksel jetzt immer alles kurz vorher im Thermomix. So haben wir zu dritt fleißig Äpfel geschält, zerkleinert, gemostet, abgefüllt……