Herbst in Schweden

In unserem Ferienhaus in Schweden ist es zu jeder Jahreszeit wundervoll!! Jetzt im Herbst konnten wir die schönen Farben der Blätter beim Wandern genauso genießen wie Kaminabende und Pilze in Hülle und Fülle!

Dabei waren am Anfang noch Rotkappen und Birkenpilze vorhanden, nach einem kleinen Kälteeinbruch haben wir dann aber beinahe täglich noch Pfifferlinge und Trompetenpfifferlinge gefunden.

Diese sind besonders kälteresistent und wachsen wohl noch bis Anfang Dezember. So gab es Pilze in sämetlichen Variationen….

Herbstgerichte: Kohl & Kürbis mit Rotweinsauce vegan

wir sind richtige Regional-Saisonal-Einkäufer geworden.

Der Spitzkohl und der Kürbis sind noch hoch im Kurs, aus diesem Grunde ein leckeres, herbstliches Ofen&Pfannengericht:

Sauce!!

  • Die Sauce besteht aus Gemüseabschnitten und sollte zuerst hergestellt werden.
  • Die Abschnitte (hier von Zwiebel, Kürbis, Kohl) dunkel anbraten, mit Tomatenmark verrühren, nochmals anbraten.
  • sie soll schon etwas ansetzten
  • mit etwas Rotwein ablöschen, nochmals braten
  • wieder Rotwein und einen EL Pflaumenmus oder rote Marmelade hinzugeben
  • mit Gemüsebrühe und Senf, Lorbeer, Majoran, Wacholder, Piment würzen, einreduzieren lassen 
  • abschmecken, durch ein feines Sieb passieren, mit etwas Sahne und Bindemittel (z.B. Kartoffelmehl) andicken

Diese Sauce schmeckt immer zu allen kräftigen Gemüsen, Kartoffeln, veganen Fleischalternativen …

Gemüse!!

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  • Hokaidokürbis waschen, von Kernen befreien und in Schiffchen schneiden
  • mit Öl und Gewürzen (Thymian, Rosmarin, Salz, Pfeffer, Muskat) bestreichen und im Ofen backen oder dünsten (etwas Wasser in die Auflaufform geben)
  • Spitzkohl vom Strunk befreien und fein schneiden
  • mit geräucherter veganer Wurst oder Räuchertofu und Zwiebeln anbraten und nicht zu lang weitergaren

Das Gemüse anrichten, mit Sauce servieren. Dazu passen auch Kartoffeln, ein kräftiges Bauernbrot…..

Viel Spaß beim Ausprobieren 🙂

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Marmelade, Mus & Brot von Äpfeln & Quitten

ich frage mich jedes Jahr im Herbst auf´s Neue: Was machen wir mit den Äpfeln?? Außerdem wollte ich immer schon mal Quitten zubereiten.

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Die Chance bekam ich, denn auf einer Grundstücksbegehung gab es einen Quittenbaum und mein Kind (Er liebt Quittengelee wie kein anderer!!) kam zwei Tage später mit Quitten von seiner Nachmittagsverabredung wieder. Die Quitten wuchsen in Nachbarsgarten und fielen auf den Rasen seines Spielkamerad´s, wie passend 🙂

Am Wochenende habe ich nun Zeit gefunden, die Früchte zuzubereiten.

Wir haben einen Apfelbaum im Garten, der sehr spät die Früchte reifen lässt. Meist gibt es um diese Zeit schon die ersten Fröste, dann werden die Früchte glasig. Dieses Jahr ist es noch so mild, dass wir ordentlich ernten können.

Also heißt es wieder: Apfelmus, Apfelkuchen……. Von den Quitten habe ich schon so einiges gelesen. Leider besitze ich noch keinen guten Entsafter und so habe ich beschlossen, eine feine Marmelade aus Äpfeln und Quitten zu kochen und das übrig gebliebene Mus zu Quittenbrot zu dörren:

  • Ca. 8 Quitten und etwa 5 Äpfel schälen & kleinschneiden, das Kerngehäuse entfernen (bei den Quitten mit dem Brotmesser)  P1080303
  • dies mit einem Glas Apfelsaft aufkochen und ca. 15 Min köcheln lassen
  • durch ein grobes Sieb streichen (Mus aufheben)
  • die Menge (das war bei mir ca. 630 g) habe ich mit ca. 350 g Rohzucker & 2 TL Agar Agar noch einmal aufgekocht,
  • 1/2 Vanilleschote, 1/2 TL Zimt und eine gute Prise Anis mit dazugeben, 5 Min köcheln und umrühren  P1080304
  • in abgekochte Gläser abfüllen

das „trockene Mus“ aus dem Sieb mit ca. 100g Zucker kurz heiß werden lassen, umrühren und auf Backpapier streichen, dörren, je nach Dörrgerät, Backofen….

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Wir haben einen Backofen mit Dörrfunktion, dies hat etwa 4 stunden gedauert. Hier lässt sich die Dicke variieren, man kann es mit Zucker bestreuen, in Rauten schneiden, aufrollen….. Habe es mit Puderzucker bestreut, dies ist aber schon wieder geschmolzen 🙂

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Lecker…

Mein Apfelmus wie immer:

  • viele, viele Äpfel, putzen, kleinschneiden, mit einem Glas Wasser oder Apfelsaft aufkochen und dann auf kleinster Flamme so lang garen, bis es zerfällt, je nach Apfelsorte kann das verschieden lang dauern.
  • Je nach Säure etwas zuckern, würzen mit Zimt, Vanille, Anis, wie man es mag!
  • wenn das Mus zu sauer ist, kann man mit etwas Natron neutralisieren!

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Hoteltipp an der Mosel

ich wollte doch noch von dem Moselhotel berichten, das veganisierte Hotel sozusagen:

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Dieses liegt genau an der Mosel, eingebettet in Weinberge, einem schönen Örtchen mit dem Namen Zeltingen Rachting. Hier wird Ursprünglichkeit groß geschrieben. Ich war nun das zweite Mal an der Mosel und würde wieder kommen. In der Nähe von Bernkastel Kues ist der Standort natürlich perfekt. Von hier aus gibt es so viele Ausflugsmöglichkeiten.

Doch nun zum Hotel: Durch verschiedene Umstände hat sich der Küchenchef entschieden, sein Hotel zu einem veganen Hotel umzugestalten. Und es ist in vollem Gange. Zwar gibt es noch tierische Produkte; vegane Küche, auch beim Frühstück wird hier jedoch größer geschrieben. Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig, die Weinstube (rein vegan) ist urig, gemütlich und geschmackvoll eingerichtet und der Service ist sehr freundlich, persönlich, gastfreundlich und einfach zum Wiederkommen.

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ein herbstlicher Tisch

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Pilze werden im Keller gezüchtet

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die Weinstube war besonders gemütlich

Es dauert zwischen den Gängen abends manchmal etwas länger, es ist nicht immer alles perfekt gewürzt (in dem Erbsen-Cappuccino fehlte Salz) aber das Konzept überzeugt!

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Wir haben Mittags Zwiebelkuchen genossen (mit Federweißer), nachmittags beste vegane Torten und Kuchen verspeist und abends Menü oder das tolle Pilzgericht für zwei bestellt.

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Das Hotel an sich ist etwas in die Jahre gekommen, Renovierungen sollen jedoch anstehen. Aber es ist gut gelegen, Parkplätze sind vorhanden, es gibt ein Schwimmbad und Sauna und der Wohlfühlfaktor bringt der familiäre Charakter. Insgesamt macht alles auf jedem Fall einen sauberen, gemütlichen und persönlichen Eindruck. Wir hatten tolle Gespräche mit Johannes Nicolay, seinen Eltern, der lieben  P1070911Servicekraft Karina . Ganz sicher ist: wenn wir an die Mosel fahren, dann übernachten wir wieder hier 🙂 P1070850

Das schöne Wetter lädt zum Bauen ein…

…und deshalb geht es jetzt ab in den Garten, damit endlich unser Gewächshaus fertig wird.

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Ich wünsche allen einen sonnigen & wundervollen Herbsttag, macht was draus  🙂

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Traubensaft bringt Traubenkraft; auch aus dem Garten

fba-button-240x240-02 wie schon heute Morgen beim Apfelmus erwähnt, war ich gestern Abend fleißig.

Meine Frau hat Dienstags Hausputztag, da darf ich eigentlich nicht in die Küche….ups, vergessen 😦 Sie kam um 22 Uhr dazu und sagte: “ ich will ja eigentlich nicht erwähnen, dass heute Dienstag ist, ….nein ich sage auch gar nichts dazu…!“ Na, da habe ich dann Glück gehabt und gleich schuldbewusst besonders darauf geachtet, das ich keine Spuren hinterlasse.

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Wir hatten ja so viele Trauben, die wir gar nicht alle essen werden, deshalb habe ich an Saft gedacht, meine Lieben essen nämlich alle roten Marmeladen, mit hellem Gelee hätte ich nicht kommen müssen.

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Den Saft aus den Weintrauben habe ich ganz klassisch hergestellt, da ich immer noch keinen Entsafter habe, gebe ich die Weintrauben mit etwas Wasser in den Topf, lasse sie köcheln und wenn sie ordentlich entsaftet sind, werden sie durch ein Sieb gegeben. dann noch einmal kurz aufkochen und durch ein feines Sieb gegossen. Filtern muss ich den Saft nicht, er wird in abgekochte Flaschen gefüllt und nach dem Abkühlen in den Kühlschrank gestellt.

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Der Saft kommt schon morgens zum Einsatz als Wasser-Traubensaftmischung für die Schule. Erfrischend und gesund 🙂